Gesellschafterkompetenzen: Wenn Kinder als Inhaber nachfolgen
Warum Unternehmerfamilien ihre nächste Generation nicht nur auf Führung, sondern auf Inhaberschaft vorbereiten sollten – und wie Gesellschafterkompetenz entsteht.
Warum Unternehmerfamilien ihre nächste Generation nicht nur auf Führung, sondern auf Inhaberschaft vorbereiten sollten – und wie Gesellschafterkompetenz entsteht.
Wenn Harmonie zum höchsten Wert wird, bleiben in Unternehmerfamilien oft genau die Fragen ungeklärt, die für die Zukunft von Familie und Unternehmen entscheidend sind. Warum nicht der Konflikt, sondern seine Vermeidung zum Risiko wird – und wie nachhaltige Harmonie entstehen kann.
Für das Gelingen einer Nachfolge ist es entscheidend, dass eine Unternehmerfamilie auf ein gemeinsames Verständnis zurückgreifen kann, um in der Gemengelage von familiären und unternehmerischen Interessen zukunftssichernde Entscheidungen treffen zu können. Einem gemeinsamen Verständnis liegen gemeinsam gelebte Werte zugrunde. Klingt einfach, ist es aber nicht.
Ein Ehevertrag ist in Unternehmerfamilien ein Must-have und kein Zeichen von Misstrauen: Eheverträge balancieren private und geschäftliche Interessen aus und daher Vertrauen und Sicherheit.
Familienunternehmen haben das nachhaltige Wirtschaften seit jeher auf ihre Fahne geschrieben. Sie denken in Generationen, nicht in Geschäftsjahren. Doch reicht es aus, nur aus Tradition auf Nachhaltigkeit zu setzen oder brauchen Familienunternehmen eine zeitgemäßere Nachhaltigkeitsstrategie?
In einer Welt, die von ständigem Wandel geprägt ist, werden nur resiliente Unternehmerfamilien in der Lage sein, ihr Familienunternehmen sicher in die Zukunft zu geleiten und dabei den Familienfrieden zu bewahren. Mit einer Familienverfassung kann sich eine Unternehmerfamilie ein eigenes Regelwerk geben, das ihnen Leitplanken für unruhige Zeiten und ein konstruktives Miteinander bietet. Ein Überblick.
Dr. Daniela Jäkel-Wurzer ist Expertin für die weibliche Nachfolge in Familienunternehmen. Sie ist Mit-Autorin des „Praxishandbuch Weibliche Nachfolge“ und des Buches „Töchter in Familienunternehmen“. In diesem erfrischend offenen Interview analysiert die Wissenschaftlerin und systemischen Coachin die aktuellen Entwicklungen von Frauen in den Führungsetagen von Familienunternehmen.
Die interne Unternehmensnachfolge zu regeln reduziert sich nicht auf das Festlegen auf den Tag X, an dem der berühmte Staffelstab von der abgebenden auf die nachfolgende Generation übergeben wird. Die Nachfolgeplanung ist ein fortwährender Prozess, der die permanente Gemengelage zwischen Familie und Unternehmen auszuhalten hat.
Firmen oder Unternehmen zu erben bzw. zu vererben belastet viele Unternehmerfamilien. Die daraus resultierenden Konflikte können das Familienunternehmen sogar gefährden. Abhilfe schafft, sich nicht von den juristischen Aspekten ablenken zu lassen, sondern in einem begleitenden Coaching über die Emotionen zu sprechen, die bei Erbvorgängen unweigerlich im Spiel sind. Ich habe dazu mit meinem Kollegen Dr. Bernd LeMar gesprochen.
Bei der Nachfolgeregelung in Unternehmerfamilien ist ein scheinbar entscheidender Aspekt die Steueroptimierung: Sie spielt daher eine zentrale Rolle, um die Übertragung des Unternehmens so effizient wie möglich zu gestalten und gleichzeitig die finanzielle Belastung für alle Beteiligten zu minimieren. Aber Steueroptimierungen sind noch keine Garantie für eine erfolgreiche Nachfolge in Familienunternehmen!